Festgeld Vergleich: Sicher zur verlässlichen Rendite

Wer Geld anlegen will, steht vor einem grundsätzlichen Dilemma: Die Sicherheit der Einlagen muss immer mit einem Verzicht auf einen Teil der Rendite bezahlt werden. Um eine weitere Komponente, die auf die mögliche Rendite drückt, handelt es sich bei die Flexibilität. Konkret heißt dies, wer sein Geld auf höchstmöglichem Sicherheitsniveau und bei täglicher Verfügbarkeit anlegen möchte, muss nicht nur auf Rendite verzichten, sondern läuft heutzutage sogar Gefahr, Kapital zu verlieren. Denn auch wenn die aktuelle Inflationsrate sehr niedrig ist, bedeutet ein Zinssatz von Null Prozent, wie er auf fast allen Girokonten gilt, effektiv einen, wenn auch insgesamt eher kleinen dafür aber dauerhaft schleichenden Wert- oder auch Kaufkraftverlust. Auch ein Tagesgeldkonto bietet nicht unbedingt Abhilfe. Abgesehen von zeitlich begrenzten Lockangeboten einzelner Institute bewegt sich die durchschnittliche Rendite auf Tagesgeldkonten derzeit (Februar 2016) um magere 0,3 Prozent pro Jahr.

Langfristig attraktive Renditen lassen sich eigentlich nur durch Anlagen am Kapitalmarkt erwirtschaften. Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie zumindest in ihrer kurzfristigen Wertentwicklung nicht vorhersehbar sind. Als berechenbare und strategisch sinnvolle Anlage sind Investitionen in Aktien oder Indizes nur mit einer Perspektive von mehreren Jahren zu empfehlen und auch dann müssen Anleger immer damit rechnen, bei Kursrückschlägen eben nicht auf den vollen Betrag zugreifen zu können.

Wer sich also darauf verlassen möchte, nach einem festgelegten Zeitraum einen bestimmten Sparbetrag sicher zu erhalten, kann auf Festgeld verwiesen werden. Als großer Bruder des Tagesgeldes handelt es sich dabei um Bankeinlagen, die für eine bestimmte Zeit zu einem festen Zins angelegt werden. Es handelt sich also um eine sehr einfache und transparente Form der Geldanlage. Gleichwohl gibt es bei der Auswahl des richtigen Produktes sowie des passenden Anbieters einiges zu berücksichtigen. Darüber möchten wir in den nun folgenden Abschnitten ausführlich informieren.

Folgende Anbieter haben wir dabei getestet:

Sparen auf den Punkt – Mit Festgeld

Mit Festgeld lässt sich im Prinzip genau auf den Punkt sparen. Wer also genau weiß, wie lange er auf einen bestimmten Betrag verzichten kann, für den kommt eine Festgeldanlage durchaus in Frage. Grundsätzlich lassen sich dabei mit steigender Anlagedauer tendenziell auch höhere Renditen erzielen als beim Tagesgeld.

Klassische Festgeldanlagen haben eine Laufzeit von drei, sechs, neun oder auch zwölf Monaten. In Ausnahmefällen können entsprechende Angebote auch über fünf Jahre oder sogar länger laufen. Auch wenn es hier keine klare Abgrenzung gibt, spricht man in Expertenkreisen bei Anlagezeiträumen von über einem Jahr bereits von langfristiger Geldanlage.

Festgeld wird dabei eigentlich von so gut wie jeder Bank angeboten. Der Kunde muss sich dabei nur entscheiden, auf wie viel Geld er wie lange verzichten kann. Denn Festgeld heißt vor allem, dass über das Geld im vereinbarten Zeitraum nicht verfügt werden kann. Zwar gibt es in Notfällen immer die Möglichkeit, eine entsprechende Anlage aufzulösen, allerdings ist dies in aller Regel mit Gebühren oder Vertragsstrafen verbunden, die die geplante Rendite mehr als aufheben. Als Sparer sollte man sich also schon sicher sein, das Geld in der Phase auch wirklich nicht zu benötigen und immer eine flüssige Finanzreserve, etwa als Tagesgeld, vorhalten.

Vor- & Nachteile des Festgeldes

  • Höhere Zinsen als bei Tagesgeld oder auf dem Girokonto
  • Voller Kapitalschutz der Einlagen
  • Garantierte Rendite und kein Kursrisiko
  • Flexibilität durch verschiedene Laufzeitangebote
  • Geringer Aufwand für den Abschluss einer Anlage
  • Im Vergleich mit dem Kapitalmarkt geringe Rendite
  • Keine Verfügbarkeit während der Laufzeit (bzw. nur mit Abschlägen)

Angebote und Konditionen für Festgeldanlagen

Im Grunde handelt es sich bei Festgeld sowohl für die Banken als auch für die Kunden um eine sehr einfache und transparente Anlageform, welche für beide Seiten mit wenig Aufwand verbunden ist. Aus Sicht der Bank ist Festgeld attraktiv, weil sie für einen festen Zeitraum mit dem Geld arbeiten kann. Der Anleger weiß ebenfalls genau, worauf er sich einlässt.

Die Aufmerksamkeit bei der Auswahl eines passenden Angebotes kann dabei zunächst ruhig der bisherigen Hausbank selber gelten. Ein Blick auf die Internetseite oder ein Anruf beim Berater schaffen hier Klarheit, welche Konditionen erwartet werden dürften. Eine Festgeldanlage bei der Hausbank hätte zumindest den Vorteil, dass der bürokratische Aufwand in sehr engen Grenzen gehalten werden kann. Die Bank verfügt bereits über alle persönlichen Informationen und der Kunde ist darüber hinaus bereits voll legitimiert, so dass die Anlage prinzipiell am Telefon abgeschlossen und beauftragt werden kann. Diese Möglichkeit hängt auch davon ab, welches Mandat der Kunde seinem Bankberater erteilt hat. Im Zweifelsfall sollte eine Mail reichen, die dann als verbindlicher Auftrag gilt. Nur in seltenen Fällen muss bei der Hausbank noch ein eigenes Formular oder ein Antrag ausgefüllt werden.

Auch wenn diese Bequemlichkeit für viele einen unschätzbaren Vorteil darstellt, lohnt es sich in den allermeisten Fällen, auch einmal bei der Konkurrenz nach entsprechenden Angeboten nachzufragen. Dabei müssen aber nicht mühsam alle Institute einzeln aufgerufen werden. Im Internet werden für diesen Zweck kostenlose Vergleichsportale angeboten, mit denen der Sparer gezielt zu den besten Angeboten findet.

Grundsätzlich kann dabei davon ausgegangen werden, dass Festgeldanlagen mit keinerlei Gebühren verbunden sind. Das heißt, weder für die Führung eines Festgeldkontos noch für Überweisungen auf oder von diesem Konto sollten Gebühren verlangt werden. Auch mögliche versteckte Gebühren, etwa für Kontoauszüge sollten ausgeschlossen werden können. Vor der Entscheidung für eine solche Anlage sollten sich die Kunden also ruhig noch einmal mit den genauen Bedingungen beschäftigten.

Findet der Sparer bei seiner Suche ein Angebot, welches bessere Konditionen als das seiner Hausbank bietet, kann ein Rückruf beim Berater durchaus lohnen. Insbesondere bei größeren Beträgen ist es nicht auszuschließen, dass die Bank ihr Angebot noch einmal nachbessert. Der Verhandlungsspielraum sollte dabei aber nicht überschätzt werden. In Zeiten niedriger Zinsen sind manche Banken tatsächlich gar nicht an dem Geld der Kunden interessiert, weil es nicht wirtschaftlich eingesetzt werden kann.

Wenn die Wahl also auf einen neuen Anbieter fällt, muss hierfür zunächst ein formaler und durch den Gesetzgeber vorgeschriebener Prozess durchlaufen werden. Der Sparer muss sich mit Namen und Adresse bei der neuen Bank anmelden und sich mit diesen Daten auch legitimieren. Während die eigentliche Anmeldung dabei weitgehend über das Internet abgewickelt werden kann, müssen die Anmeldungsunterlagen normalerweise postalisch übermittelt werden. Dabei kann dann auch die zwingend erforderliche Legitimation per Postident vorgenommen werden. Dabei überprüft der Mitarbeiter der Poststelle die Identität anhand des Ausweisdokumentes des Kunden.

Ist dieser Prozess abgeschlossen und alle Informationen und Unterlagen bei der Bank eingegangen, steht einer Eröffnung der Anlage nichts mehr im Wege. Wurde zusätzlich ein Lastschriftmandat erteilt, wird das Geld automatisch eingezogen. Alternativ kann der Betrag aber auch direkt überwiesen werden.

Die Zinsen werden dabei in der Regel endfällig ausgezahlt, das heißt, der Kunde erhält am Ende der vereinbarten Sparphase seinen Betrag zuzüglich der Zinsen ausgezahlt. Das bedeutet jedoch nicht, dass automatisch auf den Zinseszinseffekt verzichtet werden muss. Denn die Zinsen werden durchaus bei einigen Angeboten auch während der Sparphase gebucht und dann natürlich auch verzinst. Ausgezahlt werden sie allerdings nicht. Ein nicht ganz unwesentliches Detail ist dabei die Frage, in welchem Turnus die Zinsen gebucht werden. Es gibt durchaus Festgeldanlagen, bei denen dies 14 tägig vorgenommen wird. Hier ist der Zinseszinseffekt am höchsten.

Welche Konditionen die Sparer nun im Einzelnen erwarten könnten, stellten wir im nachfolgenden Abschnitt dar.

Welche Renditen können bei welchem Risiko beim Festgeld erwartet werden?

Im Gegensatz zu Renditen, die etwa mit Investitionen am Finanzmarkt erwartet werden können, wissen Anleger bei Festgeldanlagen genau, worauf sie sich einlassen. Während bei Investitionen in Aktien oder Fonds nur mit durchschnittlichen Renditen operiert werden kann, die in der Vergangenheit erzielt wurden, die aber keinesfalls als sicher angesehen werden können, weiß der Kunde bei Festgeld exakt, was er nach dem Ende der Anlagephase in der Hand halten wird.

Gleichwohl gibt es keinen einheitlichen Zinssatz, an dem sich die Sparer orientieren könnten. Der Zinssatz für ein bestimmtes Festgeldangebot hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst werden die Konditionen von den Rahmendaten Laufzeit und Anlagebetrag bestimmt. Mit steigender Laufzeit kann mit leicht steigenden Zinsen gerechnet werden. Und auch höhere Sparbeträge führen tendenziell zu leicht höheren Renditen. Dabei gelten allerdings auch bestimmte Obergrenzen. Mehr als 100.000 Euro kann in vielen Fällen nicht angelegt werden.

Bestimmt wird der Zinssatz darüber hinaus natürlich auch vom aktuellen Leitzins, der von der EZB vorgegeben wird und darüber hinaus natürlich auch vom Angebot und der Nachfrage auf dem Markt.

Der durchschnittliche Zins für drei Monate liegt dabei derzeitig bei 0,2 Prozent, bei einer Anlagedauer von einem halben Jahr liegen die derzeit verfügbaren Angebote im Durchschnitt bei 0,24 Prozent und für ein Jahr kann im Schnitt mit knapp 0,4 Prozent gerechnet werden (Stand Februar 2016). Das Spektrum der Angebote ist dabei aber durchaus beträchtlich, so dass auch deutlich bessere Angebote zu finden sind.

Für die Anlagesumme von 10.000 Euro sind bei einem Anlagehorizont von einem Jahr immerhin 1,7 Prozent möglich, allerdings bei einem Kreditinstitut außerhalb Deutschlands. Das beste Angebot einer Bank mit Sitz in Deutschland liegt immer noch bei 1,16 Prozent. Wird dagegen nur ein Zeitraum von sechs Monaten angestrebt, sind immer noch jährlich 1,5 Prozent bzw. ein Prozent bei einem Deutschen Institut drin. Für drei Monate erhält der Sparer bei den besten Angeboten außerhalb Deutschlands ein Prozent, bzw. 0,95 Prozent bei einem deutschen Anbieter. Bei Anlagezeiträumen von mehr als einem Jahr sind auch höhere Zinsen möglich: Bei vierjährigem Festgeld werden von einem in Italien ansässigen Institut 1,9 Prozent angeboten. Das beste Angebot einer deutschen Bank liegt bei 1,61 Prozent.

Es zeigt sich also, dass mit dem Festgeld durchaus Renditen möglich sind, welche die aktuelle Inflation nicht nur ausgleichen, sondern einen echten Wertzuwachs des Kapitals versprechen. Doch wo es Unterschiede bei der Rendite gibt, gibt es auch Unterschiede bei der Sicherheit. Dabei können zwei Ebenen unterschieden werden. Zunächst hängt die Sicherheit der Einlagen vom Kreditinstitut, sowie dessen Herkunftsland ab. Neben diesem institutionellen Risiko gibt es aber auch ein gewisses Marktrisiko.

Grundsätzlich können Geldanlagen bei Banken innerhalb der EU als sehr sicher angesehen werden, denn für die Institute gelten strenge Regeln. Insbesondere die Einlagensicherung soll dafür sorgen, dass die Kunden auch im Falle einer Bankenpleite ihre Einlagen sowie die gezahlten Zinsen zurückerhalten. Allerdings obliegt die Umsetzung dieser Einlagensicherung jedem Mitgliedsstaat selber. Ist also der Staat in Folge einer systematischen Krise selber nicht in der Lage, die Einlagen zu garantieren, kann das für den Sparer zum Problem werden. Denn eine gesetzliche Regelung zur finanziellen Solidarität der anderen europäischen Staaten gibt es bisher nicht. Festgeldanlagen in wirtschaftlich schwach aufgestellten Ländern innerhalb Europas bergen also durchaus ein gewisses Risiko wie zuletzt etwa auch die Krise in Griechenland gezeigt hat.

Insbesondere bei Anlagen mit längerer Laufzeit sollte auch das Marktrisiko ausreichend berücksichtigt werden. Denn so attraktiv ein Zinssatz von knapp zwei Prozent für vier Jahre klingt, so ungewiss ist die tatsächliche Entwicklung von Inflation und Leitzins. Steigen beide Werte im Laufe der Anlage stark an, verliert der Sparer auch damit faktisch Geld, auch wenn er den vereinbarten Betrag am Ende ausgezahlt bekommt. Längere Laufzeiten haben dabei mit Blick auf die tatsächliche Zinsentwicklung auch immer einen etwas spekulativen Charakter. Wer dies berücksichtigt, ist mit Festgeld aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite – wertstabilere Anlageformen gibt es derzeit, eigentlich nicht. Denn auch Gold um Immobilien bergen durchaus Risiken.

Alle Infos über die Webseite des Anbieters

In der Regel werden sich die Kunden über das Internet auf die Suche nach dem passenden Angebot für eine Festgeldanlage machen. Und normalerweise bieten die bereits erwähnten Vergleichsportale auch eine direkte Weiterleitung auf die Seiten der Anbieter. Gerade bei ausländischen Anbietern kann das natürlich auch zum Problem werden, da die Konditionen und Bedingungen häufig nur in Landessprache dargestellt werden. Nicht selten wird ein solches Angebot dann über einen weiteren Vermittler angeboten. Dabei handelt es sich um Plattformen, die sich darauf spezialisiert haben, die besten Festgeldangebote in Deutschland und Europa zu vermitteln. Bei diesen Plattformen braucht sich der Kunde nur einmal anmelden und kann sein Geld dann auf verschiedene Anlagen verteilen, ohne mit jeder Bank einzeln in Kontakt treten und extra Verträge abschließen zu müssen.

Darüber bietet die Internetseite der Anbieter zumeist alle wichtigen Informationen. Wer es genau wissen will, sollte zudem einen Blick in den AGB werfen. Ein Account, wie beim Online Banking ist darüber hinaus unüblich, da die Transaktionen entweder vom Girokonto aus in Auftrag gegeben werden, bzw. bei der Auszahlung am Ende der Anlagephase automatisch erfolgen. Die Webpräsenz der Anbieter dient also vor allem für die Kommunikation der Angebote und der Bedingungen.

Bonusaktionen sind möglich aber nicht üblich

Im Gegensatz zum Tagesgeld sind beim Festgeld auch immer wieder einmal Bonusaktionen anzutreffen, bei denen die Kunden mit einem Startguthaben für ein bestimmtes Angebot begeistert werden sollen. Das liegt unter anderem daran, dass das Guthaben bei Festgeld längere Zeit gebunden ist und ein Mitnahmeeffekt wie beim Tagesgeld nicht möglich ist. Der Bonus wird dabei in den meisten Fällen in Abhängigkeit zur Laufzeit sowie zum Anlagebetrag gezahlt. Je höher sowohl Sparbetrag als auch Anlagedauer sind, desto höher fällt dabei tendenziell auch der Bonus aus.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass es am besten ist, auch bei der Bewertung des Bonus rational vorzugehen und den Betrag in die Gesamtrendite einzurechnen. Nach Möglichkeit sollte der Bonus als Starguthaben direkt auf das Sparkonto gebucht werden, so dass er auch über die Laufzeit voll verzinst werden kann. Skeptisch sollten die Sparer dagegen werden, wenn der Bonus erst am Ende gezahlt wird und dabei auch noch von Bedingungen, wie etwa einer weiteren Anlage abhängig gemacht wird. Ein Blick in den jeweiligen AGB sollte in jedem Fall geworfen werden.

Grundsätzlich sollte sich der Anleger natürlich auch immer die Frage stellen, warum ein Anbieter mit einem extra Bonus locken muss. Offenbar gelingt es nicht, trotz der hohen Zinsen ausreichend Sparer vom Angebot zu überzeugen und das Institut leidet möglicherweise unter starkem Kapitalmangel. Dies wäre kein besonders ermutigendes Signal. Natürlich kann ein Bonus auch dazu eingesetzt werden, um sich in einem neuen Marktumfeld Aufmerksamkeit und Bekanntheit zu verschaffen.

Wenn der Sparer allerdings kein gutes Gefühl bei einer bestimmten Anlage hat, sollte er sich auch nicht von einem Bonus überzeugen lassen.

Für Festgeldanlagen gelten strenge Regulierungsbedingungen

Festgeldanlagen werden ausschließlich von Banken herausgegeben, weshalb auch die strenge Bankenregulierung zuständig ist. Hierfür gelten für alle Staaten, die Mitglied der EU sind, prinzipiell dieselben strengen Regeln. Gleichwohl sollte man vor diesem Hintergrund von identischen Bedingungen ausgehen, denn die Vorgaben und Richtlinien werden durchaus unterschiedlich interpretiert und umgesetzt. Wer dabei sicher gehen will, sollte sich konsequent für ein Angebot eines deutschen Instituts entscheiden und damit auf die höchsten Sicherheits- und Regulierungsstandards vertrauen, die es weltweit gibt. Auch Banken in Österreich, den Niederlanden oder Frankreich können als sicher und gut reguliert eingeschätzt werden. Eine etwas laxere Kontrolle wird dagegen Banken in Ländern wie Griechenland oder Malta nachgesagt. Entscheiden müssen die Kunden am Ende natürlich selber.

Kundensupport spielt nur eine untergeordnete Rolle

In Bezug auf den Kundensupport dürfen die Kunden bei Festgeldanlagen nicht allzu viel erwarten. Eine umfangreiche Betreuung und Beratung von Kunden im Festgeldbereich ist bei den wenigsten Banken vorgesehen und nach unseren Erfahrungen auch gar nicht notwendig. Trotzdem können die Kunden natürlich bei den meisten Banken den regulären Service der Häuser nutzen. Wie dieser aussieht und wie er konkret angeboten wird, hängt natürlich vom Institut selber ab. Häufig handelt es sich um klassische Direktbanken, die den persönlichen Kontakt auf ein absolutes Minimum beschränken. Kontakt ist dabei nur per Mail, per Chat oder auch per Rückrufservice möglich. Gerade bei Angeboten ausländischer Banken sollten sich die Sparer darauf einstellen, dass der Service nur in Landessprache und in Ausnahmefällen in Englisch zur Verfügung steht, was eine Kommunikation im Ernstfall schwierig macht. Ein solcher Ernstfall kann etwa eintreten, wenn das Geld aus irgendwelchen Gründen früher benötigt wird und die Anlage außerordentlich gekündigt werden soll. In einem solchen Fall stellt ein Institut mit deutschsprachigem Personal einen klaren Vorteil dar.

Fazit – Mit Festgeld die sichere Rendite nach oben schrauben

Mit Festgeld steht Anlegern eine Form der Sparanlage zur Verfügung, bei der sie bei sehr hoher Sicherheit der Einlagen eine Rendite erwirtschaften können, die zumindest über der aktuellen Inflation liegt. Damit können sie ihr Geld über einen fest definierten Zeitraum sicher vor Wertverlust schützen. Traumrenditen sind dabei allerdings nicht möglich. Aktuell rückt die Marke von zwei Prozent Zinsen erst bei einem Anlagehorizont von vier Jahren in Sichtweise, was aber angesichts der unklaren Zinsentwicklung in dieser Zeit ebenfalls ein gewisses Risiko darstellt.

Als sehr gering ist bei dieser Anlageform darüber hinaus das Ausfallrisiko zu bewerten, wobei es auch in dieser Hinsicht Unterschiede gibt. Generell kann der Anleger bei Angeboten deutscher Institute die höchste Sicherheit voraussetzen.

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