Zinsland im Test: Unsere Erfahrungen

Um einen insgesamt noch relativ jungen Trend in der Geldanlage handelt es sich bei dem Instrument des Crowdinvesting. Bei dieser Form schließen sich viele Geldanleger (die Crowd) zusammen und investieren in ein bestimmtes Projekt. Mit Zinsland stellen wir heuten einen Anbieter vor, der sich auf die Vermittlung dieser Form der Anlage spezialisiert hat. Mit Anlagebeträgen von gerade mal 500 Euro bietet er dabei auch Anlegern ohne großes Vermögen die Möglichkeit, sich bei überschaubarem Risiko an lukrativen Projekten zu beteiligen. Minimaler Aufwand und minimale Kosten zählen dabei zu den absoluten Stärken dieses Fintechs, von dem natürlich nicht zuletzt der Kunde profitiert. Was dieser noch von Zinsland erwarten kann, haben wir in einem Test herauszufinden versucht. Dabei sind wir auch der Frage nachgegangen, ob der Anleger davon ausgehen kann, dass er sich mit einem seriösen Anbieter einlässt, bei dem Betrug oder Abzocke von vorn herein ausgeschlossen werden können. Alle Ergebnisse und Erfahrungen nun in unserem Bericht.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Sehr unkomplizierter und unbürokratischer Anmeldevorgang
  • Fixe Renditen von fünf bis acht Prozent
  • Mindestanlage von nur 500 Euro
  • Klar definierte Anlagezeiträume zwischen 18 und 24 Monaten

Nachteile

  • Erhöhtes Ausfallrisiko als Nachrangdarlehen
  • Kein Zugriff auf das Geld während der Laufzeit

Unsere Erfahrungen mit Zinsland im Überblick

Prinzipiell bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten, sein Geld in verschiedener Form anzulegen. Je nach Lebenssituation und persönlichen Vorlieben kann eine passende Anlageform ausgewählt werden. Ein grundsätzliches Problem dabei bestand allerdings darin, dass viele Anlageformen mit zum Teil sehr hohen finanziellen Einstiegsbarrieren verbunden sind. Dies gilt insbesondere für Anlagemöglichkeiten im Bereich der Immobilien. Die Beteiligung an interessanten und lukrativen Investmentprojekten war häufig nur vermögenden Privatpersonen und institutionellen Investoren vorbehalten. Mit Anlagebeträgen unterhalb von 100.000 Euro standen die Chancen, sich an einem entsprechenden Projekt zu beteiligen, praktisch gleich null.

Das Fintech Unternehmen Zinsland stößt mit seinem Angebot genau in diese Lücke und bringt anlagewillige Investoren und Projektentwickler zusammen. Anders als bei einem klassischen Immobilienfond hat der Anleger dabei die Möglichkeit, sich direkt an konkreten Projekten zu beteiligen. Ein Blick auf bereits durchgeführte Projekte hilft dabei, sich eine Übersicht über das Geschäftsmodell zu verschaffen. Dabei werden zunächst einige Projekten vorgestellt, über die sich der Anleger informieren kann, um dann über ein Investment zu entscheiden. Wenn er eines der angebotenen Projekte für investitionswürdig hält, muss er sich nur noch überlegen, mit welchem Betrag er einsteigen möchte. Dabei kann der Anleger natürlich auch auf die Expertise der Mitarbeiter von Zinsland vertrauen, die sich gezielt nach geeigneten und seriösen Projekten umschauen.

Zinsland setzt dabei auch auf unabhängige Einschätzungen von externen Experten, deren Ergebnisse ebenfalls den privaten Investoren zugänglich gemacht werden. Der investierte Betrag wird dann über eine festgelegte Phase in das Projekt investiert und über den gesamten Zeitpunkt zu einem ebenfalls festen Satz verzinst. Nach Ablauf der Laufzeit wird der Betrag samt Zinsen komplett an den Anleger ausgezahlt.

Wer sich an dieser Stelle fragt, warum sich ein Projektentwickler bei Privatanlegern zu solch hohen Zinssätzen Geld beschafft, wenn die Zinsen bei den Banken doch so niedrig sind, muss wissen, dass Banken einzelne Projekte nie zu 100 Prozent finanzieren. Daher ist immer auch ein gewisser Teil an Eigenkapital bzw. an nachrangigen Darlehen erforderlich. Aufgrund des erhöhten Ausfallrisikos wird den Anlegern, wie am Kapitalmarkt üblich, ein höherer Zins gezahlt. Ein Zahlungsausfall würde aber nur drohen, wenn die tatsächlichen Kosten des Projektes die ursprünglich geplanten Kosten deutlich übersteigen und der Projektentwickler Insolvenz anmelden müsste.

Unsere Erfahrung und auch die Liste der bisher durchgeführten Projekte zeigen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Und auch die Konditionen, die den Kunden dabei erwarten, sind in jedem Fall interessant und sollen im nun folgenden Abschnitt dargestellt werden.

Beteiligung an lukrativen Projekte zu günstigen Konditionen

Neben einem reibungslosen Prozess sind natürlich auch die Konditionen interessant, die der Anleger erwarten darf. Dabei gibt es keinen festen oder einheitlichen Zinssatz, sondern dieser wird je Projekt von den Projektentwicklern bestimmt. Auf Grundlage der bisher abgewickelten Projekte kann aber mit einem Niveau zwischen fünf und acht Prozent gerechnet werden. Die Laufzeit der Projekte lag bisher zwischen 18 und 20 Monaten, was in jedem Fall einen sehr kompakten und überschaubaren Anlagezeitraum darstellt. Als moderat ist darüber hinaus auch die Mindestanlage von 500 Euro zu bezeichnen, mit der man als Anleger in ein bestimmtes Projekt einsteigen kann. Dabei ist es natürlich auch möglich, in mehrere Projekte gleichzeitig zu investieren, wobei der Mindestbetrag von 500 Euro für jedes Projekt gilt.

Jedes Projekt gliedert sich in eine dreimonatige Fundingphase, bei der das Geld zunächst eingesammelt wird. Erst nach Abschluss dieser Phase wird das eigentliche Projekt gestartet. Dabei gilt der Zinssatz auch schon für diese Phase. Die Möglichkeit, dass ein Projekt bereits in der Fundingphase scheitert, weil nicht genügend Kapital zusammen kommt, wird von Zinsland dadurch geebnet, dass immer eine alternative Finanzierung durch externe Partner sicher gestellt wird.

Darüber hinaus muss der Anleger bei seinem Investment mit keinerlei weiteren Kosten rechnen, weder für Verwaltung noch für Ein- und Auszahlungen werden von Seiten Zinsland irgendwelche Gebühren verlangt. Damit ist eigentlich schon fast alles Wesentliche über das Produkt dieses Anbieters gesagt.

Kein Bonus für Neukunden bei Zinsland

Einen Bonus, wie ihn Anleger vielleicht aus anderen Bereichen der Geldanlage kennen, bietet Zinsland nicht an. Und auch ein Blick in die AGB zeigt, dass diese Form der Kundenwerbung nicht zum Geschäftsmodell von Zinsland gehört. Anleger müssen sich daher schon vom Angebot selber überzeugen und sich auf dieser Grundlage für oder gegen eine Investition entscheiden.

Einfaches Modell für den Zahlungsverkehr

Ebenfalls mit sehr wenig Aufwand ist bei Zinsland die Frage der Ein- und Auszahlung gelöst, was natürlich auch ein Stückweit in der Konstruktion des Produktes selber liegt. Für jedes Projekt werden im Prinzip nur je einmal eine Einzahlung sowie eine Auszahlung fällig. Die Voraussetzungen hierfür sind in jedem Fall sehr schnell hergestellt. Grundlage ist natürlich die Anmeldung des Anlegers bei Zinsland. Dafür wird ein entsprechendes Formular bereitgestellt, wobei neben Name und Adresse auch die Kontoverbindung angegeben werden muss. Über dieses Konto muss dann auch die Einzahlung vorgenommen werden, eine Einzahlung von dritter Seite ist aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen und wird entsprechend zurücküberwiesen. Die Auszahlung des Investitionsbetrages inklusive der endfälligen Zinsen erfolgt nach Abschluss des Projektes automatisch auf das angegebene Konto. Zusätzliche Aktivitäten werden vom Anleger dabei nicht verlangt. Weiterhin sind auch keine Sparpläne oder gestückelte Einzahlungen möglich. Allerdings kann während der Fundingphase prinzipiell auch mehrmals eingezahlt werden.

Hohe Sicherheit durch die Markterfahrung des Anbieters und der Projektentwickler

Eine für den Anleger zentrale Frage ist auch in diesem Fall die Frage nach der Sicherheit der Einlagen. Grundsätzlich gilt auch bei Anlagen in Immobilienprojekte, dass ein höheres Zinsniveau auch mit einem erhöhten Risiko in Zusammenhang steht. Der Anleger darf die Sicherheit seiner Anlagen nicht mit dem seines Girokontos vergleichen. Während hier ein Einlagensicherungsfond für eventuelle Schadensfälle aufkommt, besteht theoretisch bei dieser Form der Anlage sogar die Gefahr eines Totalverlusts. Dies liegt an der Konstruktion der Anlage in Form eines Nachrangdarlehens. Im Falle einer Insolvenz würden die Beträge der Anleger erst nach den Ansprüchen von anderen Investoren, insbesondere der Banken, bedient.

Dabei sichert der Anbieter Zinsland aber zu, nur mit ausgewählten Projektentwicklern zusammen zu arbeiten, die seit vielen Jahren in dem Geschäft etabliert sind und daher das Vertrauen der Anleger genießen können. Bei einigen Projekten wird das Guthaben der Kunden durch eine treuhänderisch gehaltene Grundschuld abgesichert. Über einen Treuhänder hätten die Investoren so deutlich höhere Chancen, im Insolvenzfall an ihr Geld zu kommen.

Eine weitere Möglichkeit, die der Anleger einkalkulieren sollte, ist eine Verzögerung bei der Fertigstellung des Projektes. Vertraglich hat der Projektentwickler die Möglichkeit, die Darlehenslaufzeit mit den Anlegern um drei Monate zu verlängern. Auch für diese Phase wird der ursprüngliche vereinbarte Zins gezahlt. Solle sich das Projekt auch noch darüber hinaus verzögern, wird vom Projektentwickler ein Strafzins erhoben. Die Zinsen erhöhen sich dabei um 150 Prozent. Aus einem Zinssatz von ursprünglich sieben Prozent würden somit 17,5 Prozent werden.

Da der Anbieter Zinsland allein als Vermittler zwischen den Anlegern und dem Projektentwickler agiert, die Darlehensverträge aber direkt zwischen diesen Partnern geschlossen werden, hätte eine Insolvenz des Anbieters Zinsland praktisch keine Auswirkung auf die Rückzahlung oder etwaigen Konditionen. Die Verträge würden in gleicher Form weitergeführt.

Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs arbeitet Zinsland darüber hinaus mit der voll regulierten und in Deutschland lizensierten Direktbank Fidor zusammen. Auch mit Blick auf die Abwicklung der finanziellen Transaktionen kann der Anleger also davon ausgehen, dass alles in sicheren Bahnen verläuft.

Support und Kundendienst bei Zinsland

Das Geschäftsmodell von Zinsland beruht auf der Vermittlung von Finanzierungen für Bauprojekte zu lukrativen Zinsen. Der Anleger steht dabei vor dem Problem, dass er bei der Einschätzung der Qualität der jeweiligen Bauprojekte auf die Expertise und die Informationen von Zinsland angewiesen ist. Die Geschäftsbeziehung zwischen Anlegern, Zinsland und dem jeweiligen Projektentwickler basiert also auch ein stückweit auf gegenseitigem Vertrauen.

Um dieses Vertrauen herzustellen, bietet Zinsland zunächst mehrere Möglichkeiten an, über die schnell Kontakt aufgenommen werden kann. Insbesondere im Vorfeld sollte sich der Anleger nicht scheuen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Im Prinzip stehen ihm dafür drei Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens kann er direkt in der Niederlassung von Zinsland anrufen. Über die angegebene Telefonnummer kann werktags von 10.00 bis 16.00 Uhr jemand erreicht werden. Darüber hinaus wird auch ein Rückrufservice angeboten und natürlich haben Anleger und Interessenten die Möglichkeit, Informationen per Email einzuholen. Dabei ist nicht nur die Erreichbarkeit entscheidend, sondern auch die Qualität der Antworten. Hier haben unsere Erfahrungen gezeigt, dass man als Ratsuchender hier stets freundliche und vor allem kompetente Auskünfte erwarten kann.

Hohe Benutzerfreundlichkeit der Webseite aber keine mobile App

In den meisten Fällen ist eine direkte Kontaktaufnahme aber gar nicht notwendig, da ein Großteil der Informationen auch über die Webseite selber bereitgestellt wird. In der Übersicht kann sich der Anleger über die wichtigsten Daten der aktuellen Projekte informieren. Wer einen eigenen Account eröffnet hat, kann über diesen nähere Informationen über das Projekt einsehen, sowie den Projektfortschritt verfolgen. Auf Nachfrage werden diese Informationen auch per Post verschickt.

Wer grundsätzliche Fragen zum Geschäftsmodell von Zinsland hat, sollte sich zunächst bei den FAQs umsehen. Hier sind viele Informationen kompakt zusammengefasst, so dass Interessenten schnell einen guten Überblick erhalten. Die Navigation zu den wichtigen Informationen fällt auf der gut strukturierten Seite nicht besonders schwer. Dies gilt auch für den Account, über den sich der Kunde sehr schnell eine Übersicht über sein Investment und das zu Grunde liegende Projekt verschaffen kann.

Für den mobilen Zugang stellt Zinsland dagegen keinen besonderen Features zur Verfügung. Eine App gehört nicht zum Angebotsspektrum dieses Anbieters. Dies braucht den Anleger aber kaum zu stören, da es ohnehin keinen Bedarf gibt, ständig über dem aktuellen Stand informiert zu sein oder schnell reagieren zu müssen. Natürlich sind die Seiten von Zinsland aber auch mit einem mobilen Endgerät verfügbar.

Fazit – Gute Verzinsung durch lukrative Bauprojekte

Mit dem Anbieter Zinsland steht Anlegern eine Investitionsform offen, die die Lücke zwischen schlecht verzinsten Bankguthaben und volatilen Anlagemöglichkeiten an der Börse schließt. Das Geschäftsmodell besteht darin, Kunden über das Modell des Crowdinvesting Zugang zu ausgewählten und sehr lukrativen Projekten zu verschaffen, die sonst nur hoch solventen Investoren vorbehalten waren. So kann der Anleger in einem überschaubaren Zeitraum zwischen 18 und 24 Monaten mit moderaten Einsätzen sehr attraktive Zinsen zwischen 5 und 8 Prozent erzielen.

Darüber hinaus stimmen bei Zinsland auch die übrigen Parameter. Sowohl bei Service und Kundendienst als auch bei der Informationspolitik kann der Kunde einen soliden Standard erwarten. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit der Fidor Bank sorgt dafür, dass Betrug oder Abzocke ausgeschlossen sind.

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